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Fördermassnahmen dienen der Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf. Dazu gehören Lernende mit Schulschwierigkeiten und solche mit besonderen Begabungen.
Die Fördermassnahmen umfassen einerseits Massnahmen im Rahmen des Klassenunterrichts sowie unterrichtsergänzende Massnahmen zusätzlich zum Klassenunterricht.
Andererseits können Kleinklassen für Schülerinnen und Schüler mit grösserem Förderbedarf geführt werden.
Schülerinnen und Schüler mit intensivem oder speziellem sonderpädagogischen Förderbedarf werden entweder in Sonderschulen oder im Rahmen des Klassenunterrichts mit zusätzlichen ambulanten Sonderschulmassnahmen gefördert. 

Grundangebot: 

Förderung im schriftsprachlichen Bereich (Legasthenietherapie)
Die Legasthenietherapie richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die besondere Schwierigkeiten in den Grundlagen der geschriebenen und gelesenen Sprache aufweisen, die Probleme in der Wahrnehmungsverarbeitung sowie Schwierigkeiten in der Aufmerksamkeitsspanne, in der Konzentrationsfähigkeit und /oder im Arbeitstempo haben.

Förderung im mathematischen Bereich (Dyskalkulietherapie)
Die Dyskalkulietherapie richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die besondere Schwierigkeiten in den mathematischen Grundlagen aufweisen, die Probleme in der Wahrnehmungsverarbeitung sowie Schwierigkeiten in der Aufmerksamkeitsspanne, in der Konzentrationsfähigkeit, in der Abstraktionsfähigkeit und /oder im Arbeitstempo haben.

Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen
Begabungsförderung findet in erster Linie innerhalb der Regelklasse statt. Es werden zwei verschiedene Ansätze: Akzeleration (Beschleunigung) und Enrichment (Anreicherung) unterschieden.
Ziel der Akzelerationsangebote ist es, die hohe Lerngeschwindigkeit der besonders begabten Schülerinnen und Schüler durch vorzeitige Einschulung und Klassenüberspringen zu berücksichtigen. Beim Enrichment wird der Unterricht durch zusätzliche Themen oder besondere Lernformen ergänzt und erweitert (Binnendifferenzierung, entdeckendes Lernen, eigenständige Projektarbeit, offene Aufgabenstellung usw.).

Deutschunterricht für Kinder mit Migrationshintergrund
Im Deutschunterricht werden Schülerinnen und Schüler im Erwerb von Grundkenntnissen der deutschen Sprache unterstützt und gefördert. Ziel ist das Erarbeiten schriftlicher und mündlicher Deutschkenntnisse, damit sich das Kind im Alltag zurechtfinden und dem Unterricht in der Klasse folgen kann. Die Lerninhalte werden einerseits auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder und andererseits auf die Themen der Klasse abgestimmt.

Logopädie
Die logopädischen Massnahmen unterstützen Kinder um Vorschul- und Schulalter mit Kommunikations-, Spracherwerbs-, Stimm- und/oder Redeflussstörungen. Schwierigkeiten in der Wahrnehmungsverarbeitung, in den Bewegungsfunktionen oder im psychischen Bereich können diesen Störungen zu Grunde liegen. Eine Spracherwerbsstörung hat Auswirkungen auf das Sprachverständnis, den sprachlichen Ausdruck, den Erwerb des Lesens und Schreibens sowie auf das Lern-, Leistungs- und Sozialverhalten der betroffenen Kinder und Jugendlichen.

Psychomotorik
In der Psychomotorik-Therapie werden Kinder und Jugendliche unterstützt, die in ihrem Bewegungsverhalten und damit in ihren Beziehungs- und Ausdrucksmöglichkeiten eingeschränkt sind. Sie haben Schwierigkeiten, sich angemessen zu bewegen und fallen beim Turnen, Schreiben und im Sozialverhalten auf. Dadurch kann ihre Entwicklung und auch ihr Lernen in anderen Bereichen erschwert sein.

Rhythmik
Der Rhythmikunterricht richtet sich an Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, mit Wahrnehmungsschwierigkeiten, mit Verhaltensauffälligkeiten und Defiziten im Bewegungs- und Sozialbereich. Im Rhythmikunterricht wird mit Musik, Bewegung und verschiedenen Spielmaterialien die Persönlichkeitsentwicklung, die Beziehungsfähigkeit, das soziale Verhalten, die Wahrnehmung sowie die allgemeine Lernfähigkeit unterstützt und gefördert.

Schulische Heilpädagogik im Rahmen der integrierten Schülerförderung (ISF)
Im Rahmen der Schulischen Heilpädagogik werden Schülerinnen und Schüler mit Schwierigkeiten im Lern-, Leistungs- und Sozialbereich im Einzel-, Gruppen- oder Klassenunterricht zusätzlich gefördert.

Erweitertes Angebot 

Einschulungsjahr
Das Einschulungsjahr ist ein Übergangsjahr zwischen dem Kindergarten und der ersten Klasse. Nach diesem Jahr erfolgt in der Regel der Übertritt in die erste Klasse. Sofern notwendig, werden die Kinder auch weiterhin durch die Lehrperson des Einschulungsjahres betreut. Im Einschulungsjahr werden Kinder unterrichtet, die schulisches Interesse aufweisen, aber zum Zeitpunkt der Einschulung auf Grund Ihrer Entwicklungsverzögerung, des sozialen Umfeldes oder der Anforderungen einer ersten Regelklasse nur teilweise schulfähig sind.

Kleinklasse (Primar- und Oberstufe)
In der Kleinklasse werden Schülerinnen und Schüler mit Schwierigkeiten im Lern-, Leistungsund Sozialbereich unterrichtet, welche den schulischen Anforderungen der Regelklasse, trotz Therapien, Stützunterricht oder weiterer unterrichtsergänzender Fördermassnahmen längerfristig nicht gewachsen sind und die Lernziele nicht erreichen können. Es werden die Lernziele der Regelklasse angestrebt. Für die Schülerinnen und Schüler werden individuelle Lernziele gemäss förderdiagnostischer Grundsätze aufgrund ihrer individuellen Möglichkeiten festgelegt. Die Möglichkeit der Rückversetzung in die Regelklasse wird regelmässig überprüft.